
WeinkulturWeinkunde, wie wir sie verstehen "... ist einer der vergnüglichsten
Triebe am Stamme der Gelehrsamkeit. Sie ist nützlich für das geistige
und körperliche Wohlbefinden. Bei Einkäufen für den eigenen Keller
verdrängt ein bisschen "Bescheidwissen" die Unsicherheit und
ist schon deshalb eine unschätzbare Hilfe." "Wein giesst man nicht wie Wasser hinter die Binde. Man muss mit ihm Zwiegespräch halten, muss ihm in die Augen schauen und muss ihn auf der Zunge fühlen. Das Ritual des Weintrinkens, das die Weintrinker entwickelt haben, ist nicht mehr als elementare Höflichkeit dem Wein gegenüber. (...) Kulturgeschichte
ist von der Kultur des Weinberges nicht zu trennen. Die Kultur
der Menschen ist mit der Kultur des Bodens verbunden. Edelste Frucht
des Bodens bleibt der Wein. Er allein ist würdig, besungen zu werden." Wichtige Regeln der Wein- und Tafelkultur Bei allen Veranstaltungen befolgen die Teilnehmer strikte die Regeln der Wein- und Tafelkultur. In Speis und Trank halten sie das rechte Mass. Sie wahren Ruhe und Disziplin. Rauchen stört in weitem Umkreis das subtile Erkunden und Geniessen der Aromen und ist daher - nach den Regeln des Anstandes wie der Wein- und Tafelkultur - ausnahmslos verpönt in Räumen, wo getafelt wird, bis nach dem Dessert, in den Degustationsräumen bis zum Schluss der Degustation und in den Kellereiräumlichkeiten. Der Anstand verbietet, in Kellern an Fässer zu klopfen oder Flaschen aus den Gestellen zu nehmen. Weil der Schultheiss, sowie die Räth und Hundert am 17. Dezember 1517 den Rebleuten ihre Stubenordnung bestätigt haben, versammeln sich ihre Nachfolger, die Gesellschafterinnen und Gesellschafter, jeweils am 17. Dezember zum Hauptbot (Generalversammlung). Wie in der alten Zunft nennen wir die Vereinsstatuten Stubenordnung, und die Amtsinhaber führen altertümliche Titel. |
